Ein Lilienmädchen, fremd im Erdenleben
Mit braunem Haar, geflochten dicht am Ohr
Sehnsücht'gen Augen, halb im Tränenflor
Wie blaustes Wasser unterm Regenweben:
Die Wangen nie erglüht in heissem Beben
Die Unterlippe eingezogen bang
In Furcht vor Liebe, und den Hals entlang
Im Marmorweiss nur eine Ader eben
Doch soll mein Mund auch ohne Rast ihr singen
Selbst ihre Füsse küsst'ich nimmermehr
Weil überschattet von der Ehrfurcht Schwingen
Wie Dante, als mit Beatricen er
Unter des Greifen Brust, die Flammen schlug
Im siebten Himmel sah den goldnen Zug